Tod des Germanicus (Oktober 19 n. Chr.)

Germanicus starb im Oktober des Jahres 19 in Antiochia, noch nicht vierunddreißig Jahre alt. Tacitus schreibt, er habe vor seinem Tod mit Piso gebrochen und seine Frau gebeten, in Rom die Mächtigeren nicht zu reizen (Annalen 2.70, 2.72). Im Haus soll man Bleitäfelchen mit seinem Namen und menschliche Überreste gefunden haben (2.69).
Tacitus selbst bürgt nicht für das Gift. Er schreibt, es sei nicht sicher gewesen, ob der Leichnam Spuren einer Vergiftung trug (2.73). Der Senatsbeschluss über den Prozess gegen Piso schweigt zum Gift. Die Asche brachte Agrippina nach Italien, und das Volk empfing sie mit Trauer (Tacitus 3.1–4).