Das Schwarze Gastmahl (um 89 n. Chr.)

Cassius Dio beschreibt, wie Domitian nachts die wichtigsten Senatoren und Ritter in einen Saal einlud, der von der Decke bis zum Fußboden schwarz war. Neben jedem Gast stand eine Platte mit seinem Namen und ein Lämpchen wie in einem Grabmal, die Speisen wurden wie bei Opfern für die Toten aufgetragen, und der Kaiser sprach nur vom Tod. Als die Gäste nach Hause zurückgekehrt waren, kamen Boten – mit Geschenken: silbernen Platten, kostbaren Gefäßen und Dienern.
Dio ordnet das Gastmahl den Feierlichkeiten nach dem Frieden mit den Dakern zu (89 n. Chr.); das Volk nannte es ein Totenmahl für die in Dakien und in Rom Gefallenen. Es ist der Bericht einer einzigen Quelle.