Die Beute aus Jerusalem

Rom, im Jahr 71: Vespasian und Titus ziehen im gemeinsamen Triumph ein, und unter der Beute tragen sie Geräte aus dem Tempel in Jerusalem.

Die Beute aus Jerusalem

Transkript

Rom, im Jahr einundsiebzig. Der Senat hat Vater und Sohn zwei getrennte Triumphe zuerkannt. Sie wählen einen einzigen, gemeinsamen.

Im Morgengrauen treten sie in Purpur und mit Lorbeerkränzen hinaus. Zuerst der Vater, hinter ihm Titus. Daneben der jüngere Sohn, Domitian, auf einem schönen Pferd.

Der alte Kaiser hat schnell genug. Der Zug schleppt sich dahin, und er brummt vor sich hin: Geschieht mir recht, alter Mann. Was musste ich auch einen Triumph wollen.

Durch die Stadt strömen Gold, Silber und Elfenbein. Auf Gerüsten, drei und vier Stockwerke hoch, trägt man Bilder des Krieges.

Unter der Beute trägt man Geräte aus dem Tempel in Jerusalem: den goldenen Tisch, den siebenarmigen Leuchter und das Buch des Gesetzes.

So hielt der Bildhauer den Zug auf dem Bogen fest, der bis heute am Forum steht.

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