Jerusalem

Die Hauptstadt Judäas, auf Hügeln gelegen, hinter drei Mauern, mit dem Tempel und der Festung Antonia. Im Frühjahr 66 stand hier Königin Berenike barfuß vor dem Richterstuhl des Prokurators Florus und flehte, die Soldaten sollten aufhören zu töten. Im Jahr 70 schloss Titus die Stadt zum Passahfest ein, als sie voller Pilger war, und baute in drei Tagen eine Mauer um sie, damit niemand hinauskam. Drinnen wüteten Hunger und Seuche. Der Tempel brannte im August, die Oberstadt fiel im September. Flavius Josephus beziffert die Toten auf eine Million hunderttausend, Tacitus spricht von sechshunderttausend Belagerten, und heutige Schätzungen liegen um ein Vielfaches niedriger. Titus ließ die Stadt dem Erdboden gleichmachen und verschonte nur drei Türme des Herodes und ein Stück Mauer. Der Ort erscheint in der Folge über Vespasian, im Kapitel „Jerusalem“.