Nymphidius Sabinus (gest. 68 n. Chr.)

Nymphidius war zusammen mit Tigellinus Prätorianerpräfekt. Als Neros Sturz feststand, überredete er die Prätorianer, den Kaiser zu verlassen und Galba auszurufen. Dafür versprach er ihnen im Namen Galbas je 7500 Drachmen pro Kopf, also 30 000 Sesterzen (Plutarch, Galba 2). Plutarch schreibt, dieses Versprechen habe sich nicht ohne Schaden für die ganze Welt erfüllen lassen.
Dann griff er selbst nach der Macht. Das Gerücht, er sei ein Sohn Caligulas, störte ihn nicht, obwohl Plutarch bemerkt, die Affäre seiner Mutter mit Gaius sei wohl später gewesen als seine Geburt. Nachts kam er ins Lager, um sich zum Kaiser ausrufen zu lassen, doch die Soldaten erklärten sich für Galba und töteten ihn im Lager (Plutarch, Galba 14; Tacitus, Historien 1.5). Galba weigerte sich danach, das versprochene Geld zu zahlen.