In der Gunst von vier Kaisern
Lucius Vitellius, Meister der Schmeichelei an den Höfen Caligulas und des Claudius, und sein Sohn Aulus, dem Galba das Heer am Rhein gab.

Transkript
Das ist Aulus Vitellius.
Über ihm sein Vater Lucius: dreimal Konsul, Statthalter von Syrien. Und ein Meister der Schmeichelei.
Lucius erweist Caligula als Erster göttliche Ehren: Er tritt mit verhülltem Haupt heran und wirft sich vor ihm zu Boden.
Er bittet Messalina, ihr die Sandale abnehmen zu dürfen. Und trägt sie danach unter der Toga.
Es war seine Rede im Senat, die es Claudius erlaubte, seine Nichte zu heiraten.
Der Sohn lernt vom Vater. Mit Claudius spielt er Würfel.
Mit Caligula teilt er die Leidenschaft für Wagenrennen.
Und als Nero so tut, als wolle er nicht im Theater singen,
holt Aulus ihn zurück. Vorgeblich im Namen des Volkes.
In der Gunst von drei Kaisern wird er Konsul und Prokonsul von Africa. Dort regiert er ehrlich.
Ende des Jahres achtundsechzig sucht der vierte Kaiser, Galba, einen Befehlshaber am Rhein.
Er wählt Aulus Vitellius.
Alle sind überrascht.