Die Nacht bei Cremona
Herbst 69: Die Legionen des Primus steigen aus den Alpen herab und beginnen bei Cremona die Nachtschlacht gegen das Heer des Vitellius.

Transkript
Herbst des Jahres neunundsechzig.
Aus Aquileia ziehen die Legionen von der Donau tief nach Italien hinein. An ihrer Spitze steht Antonius Primus.
Er nimmt Patavium und Verona.
Ihm gegenüber, bei Hostilia, steht das Heer des Vitellius. Sein Feldherr sitzt in Ketten, wegen Verrats.
Primus lässt ihnen keine Zeit. In zwei Tagen erreicht er Bedriacum, das Feld der ersten Schlacht dieses Jahres.
Vormittags stößt seine Reiterei auf der Straße nach Cremona auf den Feind. Beim vierten Meilenstein schlägt sie zwei Legionen des Vitellius.
Abends rückt der Rest aus Hostilia an. Sechs Legionen sind an diesem Tag dreißig Meilen marschiert. Sie ruhen nicht.
Gegen neun Uhr abends beginnt die Schlacht. Auf beiden Seiten dieselben Waffen. Die Parole, immer wieder ausgerufen, kennen schon alle.
Spät in der Nacht geht der Mond auf. Er scheint den Flaviern in den Rücken. Ihre langen Schatten täuschen den Feind, und die Vitellianer stehen im Licht.
Wer gewinnt, entscheidet der Morgen.