Plinius fährt unter die Wolke
Die Route des Admirals Plinius des Älteren von Misenum zum Vesuv und nach Stabiae während des Ausbruchs, und in Misenum sein Neffe mit einem Buch.

Transkript
Der Golf von Neapel. Von Misenum bis zum Berg sind es fast dreißig Kilometer über den Golf.
Der Wind treibt die Asche nach Südosten. Genau auf Pompeji und Stabiae zu.
Die Galeeren fahren auf den Berg zu. Auf das Deck fällt Asche, immer dichter und heißer, dazu Bimsstein und schwarze Steine.
Plötzlich weicht das Meer zurück, Trümmer vom Berg versperren das Ufer. Der Steuermann rät umzukehren.
Der Admiral antwortet: Den Mutigen hilft das Glück. Fahr zu Pomponianus.
In Stabiae hat der Freund sein Gepäck schon auf dem Schiff. Aber der Wind weht vom Meer her und lässt ihn nicht auslaufen.
In der Nacht leuchten an den Hängen des Berges breite Flammen. Der Admiral beruhigt alle: Es brennen verlassene Dörfer. Und er schläft ein.
Am Morgen ist es überall sonst schon Tag. Hier herrscht eine Finsternis, dichter als jede Nacht. Die Menschen gehen ins Freie, Kissen auf den Kopf gebunden.
Der Admiral geht an Land. Das Meer ist immer noch aufgewühlt.
Und in Misenum bittet der siebzehnjährige Neffe um ein Buch des Livius. Und liest.