Vespasian (regierte 69–⁠79 n. Chr.)

Vespasian: Büste, Museo di Antichità, Turin (Inv. 244)

Sohn eines Steuereintreibers aus dem Sabinerland. Unter Claudius kämpfte er in Britannien, unter Nero führte er den Krieg in Judäa. Am 1. Juli 69 schworen ihm die Legionen in Ägypten als Kaiser den Eid. Den Krieg gegen Vitellius gewannen für ihn seine Feldherren, er selbst hielt Ägypten und das Getreide Roms.

Er regierte zehn Jahre. Er erhöhte die Steuern, verkaufte Ämter und besteuerte sogar den Urin aus den Latrinen, doch das Geld floss in den Wiederaufbau des Kapitols, den Friedenstempel und das Amphitheater. Sueton wirft ihm nur Habgier vor. Tacitus schreibt, er sei der einzige der bisherigen Kaiser gewesen, der sich unter dem Einfluss der Macht zum Besseren verändert habe.

Er starb an einem Fieber, als er versuchte aufzustehen, denn „ein Kaiser muss stehend sterben“. Er war der erste Kaiser, dem sein leiblicher Sohn auf dem Thron folgte.

Verwandte Themen

Personen

Artikel

Quellen

In der App lernen