Die fünfte Stunde

Domitians letzter Tag: die vorhergesagte Stunde, die Lüge der Diener und ein Mann mit bandagierter Hand.

Die fünfte Stunde

Transkript

Der achtzehnte September des Jahres sechsundneunzig. Gegen Mitternacht fährt der Kaiser entsetzt aus dem Bett.

Am Morgen richtet er über einen Wahrsager aus Germanien. Der hatte vorhergesagt, dass der Herrscher wechseln werde. Domitian verurteilt ihn zum Tod.

Dann fragt er, wie spät es ist. Die Diener, vorher eingeweiht, antworten: die sechste Stunde. Doch es ist die fünfte.

Der Kaiser atmet auf. Die gefährliche Stunde ist vorbei. Er eilt ins Bad.

Unterwegs hält ihn Parthenius auf, der Kämmerer. Jemand sei in einer wichtigen Sache gekommen und lasse sich nicht abweisen.

Der Kaiser schickt die Dienerschaft fort und geht ins Schlafgemach. Dort wartet Stephanus. Seit einigen Tagen trägt er die linke Hand in wollenen Binden.

Er reicht dem Kaiser ein Schreiben.

Gleich wird Domitian nach dem Dolch unter dem Kissen rufen. Der Junge, der die Hausgötter betreut, findet nur den Griff.

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