Servius Sulpicius Galba (3 v. Chr.–69 n. Chr.)

Galba: Marmorporträt des Kaisers, 68–⁠69 n. Chr.

Galba stammte aus dem alten Geschlecht der Sulpicier und war ein Urenkel des Catulus (Sueton, Galba 2–3). Unter Caligula befehligte er die Legionen am Rhein, unter Claudius verwaltete er Africa, und seit etwa 60 die Hispania Tarraconensis.

Im Frühjahr 68 ließ er sich in Carthago Nova von den Soldaten ausrufen, nannte sich aber nur Legat von Senat und römischem Volk (Sueton, Galba 10). Nach Neros Tod erkannte der Senat ihn als Kaiser an. Der Garde verweigerte er das Geld, das in seinem Namen vom Präfekten Nymphidius versprochen worden war: „Ich pflege Soldaten auszuheben, nicht zu kaufen“ (Tacitus, Historien 1.5; Cassius Dio 64.3).

Am 1. Januar 69 erhoben sich die Legionen Obergermaniens, und am nächsten Tag rief Niedergermanien Vitellius aus. Galba adoptierte Piso Licinianus, ohne den Soldaten etwas zu versprechen. Am 15. Januar rief die Garde Otho aus, und Galba fiel auf dem Forum am Lacus Curtius. Seine letzten Worte geben die Quellen in mehreren Versionen wieder. Tacitus schreibt, alle hätten ihn für herrschaftsfähig gehalten, wenn er nicht zu herrschen begonnen hätte (Historien 1.49).

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